Abhilfe-Konzept

Bergamt fordert von DSK Maßnahmen gegen Erderschütterungen

Nach den jüngsten bergbaubedingten Erderschütterungen haben die saarländischen Bergbaubehörden Gegenmaßnahmen von der Deutschen Steinkohle AG (DSK) gefordert. Anfernfalls werde eine Sonderbetriebserlaubnis entzogen, was einen Abbaustopp zur Folge haben könnte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Das Bergamt Saarbrücken hat einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums vom Donnerstag zufolge die DSK aufgefordert, "unverzüglich" die Ursachen für die beiden schweren Erschütterungen vom 10. und 14. November zu klären. Zudem soll die DSK Maßnahmen zur Minderung der Anzahl und der Intensität der Beben vorlegen.

Sollte kein ausreichendes Abhilfe-Konzept vorgelegt werden, müsse das Bergamt eine Aufhebung der Sonderbetriebserlaubnis für den Abbau in den Streben eins und zwei der Primsmulde Süd prüfen. Dies könnte einen sofortigen Abbaustopp zur Folge haben.

DSK-Sprecher Karlheinz Pohmer bestätigte den Eingang des Schreibens, in dem das Unternehmen bis zum 21. November zu einer Stellungnahme aufgefordert wird. Bereits jetzt habe die DSK alle erfolgversprechenden Maßnahmen aus früheren Gutachten zur Verminderung der Erderschütterungen umgesetzt, sagte Pohmer. Er betonte zugleich, bei einem möglichen Abbaustopp seien die direkt im Bergwerk Beschäftigten rund 3700 Mitarbeiter sowie weitere Mitarbeiter in Werkstätten von Kurzarbeit bedroht.