Verbraucher

Bereits 15.000 Widersprüche gegen Gaspreiserhöhungen

Die Verbraucherzentralen machen mobil: Bei E.ON Hanse liegen eigenen Angaben zufolge jeweils fast 5000 Widersprüche gegen die angekündigte Preiserhöhung beim Gas vor, ebenso bei der Bremer swb AG. Die Verbraucherzentralen wollen "eine kritische Masse" an Protestbriefen zusammentragen.

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Berlin (ddp/sm) - Bei Erdgasversorgern in Norddeutschland sind nach Angaben der Verbraucherzentralen inzwischen mehr als 15.000 Widersprüche gegen angekündigte Preiserhöhungen eingegangen. Sowohl in Hamburg und Schleswig-Holstein (beide E.ON Hanse) als auch in Bremen (Swb) lägen jeweils mindestens 5000 solcher von den Verbraucherzentralen zur Verfügung gestellten Musterbriefe vor, berichtete der "Tagesspiegel" in seiner Samstagausgabe. Bei der Berliner Gasag seien es bislang keine 1000.

Nach Angaben eines Sprechers des Bundesverbands der Verbraucherzentralen geht es bei der Aktion vor allem darum, "eine kritische Masse" an Protestbriefen zu bekommen und damit die Gasversorger unter Druck zu setzen, die Preiserhöhungen zurückzunehmen. Je mehr Kunden eines einzelnen Unternehmens daran teilnähmen, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit, dass es auch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung komme, sagte der Sprecher.