Ölpreis & Eurokurs

Benzinpreise um fast zehn Cent gestiegen

Der Benzinpreis ist seit Ende Juni um rund zehn Cent pro Liter gestiegen und liegt nur noch knapp unter dem Höchststand von April. Am Freitag kostete der Liter Super nach Angaben des Branchenführers Aral im Bundesdurchschnitt 1,60 Euro. Experten machen vor allem zwei "Schuldige" für den Preisanstieg aus.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Zu Beginn der Sommerferien Ende Juni waren es noch 1,51 Euro. Benzin hatte Ende April mit knapp über 1,61 Euro einen Höchststand erreicht. Der Dieselpreis stieg seit Ende Juni von 1,37 Euro auf 1,46 Euro pro Liter.

Nach Aral-Angaben trieben zwei gleichzeitige Effekte die Benzinpreise hoch: Der Ölpreis stieg spürbar, und der Eurokurs fiel wegen der Schuldenkrise und machte so das in Dollar gehandelte Öl nochmals teurer für deutsche Kunden. In den vergangenen Tagen zog der Euro aber an, als sich eine Einigung zur Griechenland-Rettung schon andeutete.

Rohöl stieg am Freitag weiter im Preis und lag bei fast 118 Dollar für das Barrel (159 Liter) der für Europa wichtigsten Sorte Brent aus der Nordsee. Auch US-Öl legte zu und lag mit 99,66 Dollar nur einen Hauch unter der 100-Dollar-Marke.

Der Ölpreis wurde gestützt von der Einigung auf ein Hilfspaket für Griechenland. Die Einigung hatte das Vertrauen der Anleger gestärkt, dass kein Wirtschaftseinbruch durch die Finanzkrise bevorsteht.

Außerdem hatte die Internationale Energieagentur beschlossen, das am 23. Juni verkündete Programm zur Freigabe eines Teils der strategischen Ölreserven nicht zu verlängern. Damals hatte die Freigabe dieser Sicherheitsreserven der Industrieländer den Ölpreis gedrückt.