Berechnungen

Benzinpreise liegen womöglich um 10 Cent zu hoch

Ein Politiker der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung vergleicht seit rund zehn Jahren die Benzinpreise mit den Preisen für Rohöl. Seinen Berechnungen zufolge liegt der momentane Preis für einen Liter Superbenzin um über zehn Cent zu hoch, so dass die Konzerne etwa 189 Millionen Euro zusätzlich hätten einstreichen können.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (APF/red) - Die aktuellen Berechnungen des Unionspolitikers Günter Reisner zeigten, dass Autofahrer in Deutschland im vergangenen Monat 10,2 Cent mehr je Liter Superbenzin bezahlen mussten, als durch die Preisentwicklung an den Rohölmärkten gerechtfertigt gewesen wäre. Dies entspräche einem zusätzlichen Gewinn von rund 189 Millionen Euro für die Mineralölgesellschaften, sagte Reisner.

Benzinpreise fallen langsamer als die Rohölpreise

CDU-Mittelstandspolitiker Reisner vergleicht die tägliche Entwicklung der Rohöl- und Benzinpreise seit rund einem Jahrzehnt. Er nutzt dafür die Bruttopreise an den Märkten. Demnach sind die Benzinpreise zuletzt deutlich langsamer gefallen als die Rohölnotierungen. Der ADAC hatte diese Entwicklung in den vergangenen Tagen ebenfalls kritisiert.

Verfahren gegen Mineralölkonzerne stocken

Indes sind die Wettbewerbsverfahren gegen die fünf großen Mineralölkonzerne wegen des Verdachts auf Behinderung freier Tankstellen ins Stocken geraten. Der Betreiberkonzern der Tankstellen-Kette Jet wehre sich, dem Bundeskartellamt Auskunft über seine Preisbildung zu gebeben, wie Behördenchef Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag sagte. Das Kartellamt müsse benötigte Informationen nun vor Gericht erstreiten.