Strom-News
BerechnungenEin Politiker der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung vergleicht seit rund zehn Jahren die Benzinpreise mit den Preisen für Rohöl. Seinen Berechnungen zufolge liegt der momentane Preis für einen Liter Superbenzin um über zehn Cent zu hoch, so dass die Konzerne etwa 189 Millionen Euro zusätzlich hätten einstreichen können.
Die Berechnungen Reisners zeigen eine erschreckende Tendenz.
(Foto / Abb.: ADAC)Frankfurt/Main (APF/red) - Die aktuellen Berechnungen des Unionspolitikers Günter Reisner zeigten, dass Autofahrer in Deutschland im vergangenen Monat 10,2 Cent mehr je Liter Superbenzin bezahlen mussten, als durch die Preisentwicklung an den Rohölmärkten gerechtfertigt gewesen wäre. Dies entspräche einem zusätzlichen Gewinn von rund 189 Millionen Euro für die Mineralölgesellschaften, sagte Reisner.
CDU-Mittelstandspolitiker Reisner vergleicht die tägliche Entwicklung der Rohöl- und Benzinpreise seit rund einem Jahrzehnt. Er nutzt dafür die Bruttopreise an den Märkten. Demnach sind die Benzinpreise zuletzt deutlich langsamer gefallen als die Rohölnotierungen. Der ADAC hatte diese Entwicklung in den vergangenen Tagen ebenfalls kritisiert.
Indes sind die Wettbewerbsverfahren gegen die fünf großen Mineralölkonzerne wegen des Verdachts auf Behinderung freier Tankstellen ins Stocken geraten. Der Betreiberkonzern der Tankstellen-Kette Jet wehre sich, dem Bundeskartellamt Auskunft über seine Preisbildung zu gebeben, wie Behördenchef Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag sagte. Das Kartellamt müsse benötigte Informationen nun vor Gericht erstreiten.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Das Bundesumweltministerium will nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung eine generelle Kontrollpflicht auch für private Heizöltanks einführen. Das Blatt beruft sich in seiner Samstagsausgabe auf einen Verordnungsentwurf über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.
An den deutschen Tankstellen sind die Preise kurz vor dem Pfingstwochenende wieder in die Höhe gegangen. Laut ADAC habe sich trotz des sinkenden Rohölpreises das Benzin zwischen Mittwoch und Freitag um knapp drei Cent pro Liter verteuert. Wer über Pfingsten mit dem Auto verreist, sollte deshalb seine Tankstopps entsprechend planen.
Auf der Automobil International in Leipzig werden zwischen dem 2. und dem 10. Juni unter anderem verschiedene neue Erdgasautos gezeigt. Darunter wird der Erdgaspassat TSI EcoFuel von Volkswagen zu sehen sein, der kürzlich vom ADAC als Auto der Zukunft ausgezeichnet wurde. Er soll nur halb so viel Tankkosten verursachen wie ein Benziner.
Die häufige Berichterstattung darüber scheint nun auch bei den Konzernen angekommen zu sein: Der Preisvorteil für Autofahrer, die am Montag tanken, ist im ersten Quartal dieses Jahres nach Presseangaben deutlich gesunken. Bei E10 gab es demnach nur 1,5 Cent Unterschied zum Freitag als bislang teuerstem Tag.
Das Bundeskartellamt soll schärfere Waffen im Kampf gegen die steigenden Benzin- und Strompreise bekommen. Die Bundesregierung beschloss am Mittwoch die Schaffung einer "Markttransparenzstelle", der die Energiekonzerne weitreichende Informationen über Einkaufs- und Verkaufspreise sowie Kapazitäten und Produktionskosten geben müssen.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!