Risse im Reaktor?

Belgische AKW könnten abgeschaltet bleiben

Zwei belgische Atomkraftwerke könnten für immer abgeschaltet bleiben. Bei den derzeit für Wartungsarbeiten heruntergefahrenen Kraftwerken im Süden des Landes laufen derzeit Prüfungen. Bei einem der Meiler wurden "potenzielle Risse" festgestellt, die nun von der Atomaufsichtsbehörde untersucht werden müssen. "Im Extremfall" könnten die Kraftwerke stillgelegt werden.

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Brüssel (afp/red) - Sollten die Meiler Doel 3 im Norden und Tihange 2 im Süden des Landes derzeit laufende Prüfungen nicht bestehen, müssten sie "im Extremfall" stillgelegt werden, heißt es in einem internen AFCN-Papier, das der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. In einem solchen Fall müsse auch der Zeitplan zum Ausstieg aus der Atomkraft überprüft werden. Belgien will in den Jahren 2016 bis 2025 schrittweise aus der Atomenergie aussteigen.

Potenzielle Risse müssen näher untersucht werden

Das Land verfügt über sieben Atomreaktoren, die das Unternehmen Electrabel betreibt. Doel 3 wurde im Juni zu Routinekontrollen heruntergefahren. Bei der Untersuchung wurden "potenzielle Risse" in den Reaktorbehältern festgestellt, die derzeit mit Hilfe einer neuen Technik genauer untersucht werden, wie AFCN mitteilte. Vor Ende August soll das Kraftwerk demnach keinesfalls wieder ans Netz.