Strom-News
Abkehr vom AusstiegBelgien verlängert die Laufzeit seiner drei ältesten Atom-Reaktoren um zehn Jahre. Eine entsprechende Entscheidung habe die Regierung getroffen, erklärte am Montagabend in Brüssel Energieminister Paul Magnette. Die drei Meiler sollen nun bis 2025 am Netz bleiben dürfen. Ursprünglich hätten sie 2015 abgeschaltet und nicht ersetzt werden sollen.
Brüssel (afp/red) - Belgien besitzt zwei Atomstandorte mit insgesamt sieben Reaktoren, die rund 55 Prozent des Stromverbrauchs des Landes abdecken. Magnette hatte sich für die Laufzeit-Verlängerung für die drei ältesten Reaktoren eingesetzt und dabei unter anderem argumentiert, dies könne die Versorgungssicherheit garantieren und den CO2-Ausstoß vermindern.
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Rund drei Dutzend Atomkraftgegner haben am Montag im schleswig-holsteinischen Geesthacht gegen die weitere Nutzung des Atomkraftwerkes Krümmel demonstriert. Sie versammelten sich zunächst vor dem Werkstor der Anlage. Auf Plakaten stand unter anderem zu lesen: "Krümmel ist überall" und "Aus bleibt Aus" zu lesen.
Die Junge Union drängt darauf, die Erträge aus längeren AKW-Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke vorrangig den Stromkunden zukommen zu lassen, indem die Strompreise billiger werden. Nur ein kleiner Teil solle in Forschung investiert werden.
Wegen eines Zwischenfalls im Kernkraftwerk Biblis verzögert sich die Wiederinbetriebnahme des Blocks B weiter. Bei Kontrollen zum Abschluss der Revisionstätigkeiten sei am Donnerstag ein kleines Leck an der Hauptmittelkühlleitung entdeckt worden, teilte das Hessische Umweltministerium am Freitag mit.
Während in Deutschland nach dem Wahlsieg von Union und FDP der Streit um die Laufzeiten der Atomkraftwerke an Schärfe gewinnt, sind in Frankreich die Weichen dafür längst gestellt. Mehrere der ältesten Meiler werden derzeit einer intensiven Inspektion unterzogen. Die Laufzeiten der Meiler soll auf mindestens 40 Jahre verlängert werden.
Energiekonzerne hoffen unter einer schwarz-gelben Regierung auf eine Abkehr vom Atomausstieg. Doch Union und FDP müssen sich wegen der geplanten Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraften auf massive Proteste einstellen. Auch der Vorschlag von RWE, einen Teil der Gewinne in erneuerbare Energien zu investieren, stößt auf scharfe Kritik.Strompreise vergleichen
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