Mangelnde Kenntnis

BEE widerspricht Schmoldt: IGBCE-Aussagen zur Windkraft nicht nachvollziehbar

Der Bundesverband erneuerbarer Energien (BEE) hat mit Verärgerung auf Aussagen des IGBCE-Chefs Schmoldt reagiert, die Kosten einen Windkraftarbeitsplatzes seien drei mal so hoch wie die für einen Bergbauarbeitsplatz. Zu einer Betrachtung unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Energieerzeugung gehören aus Sicht des BEE vorallem die externen Kosten.

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Scharfen Widerspruch ruft eine Aussage von Gewerkschaftschef Hubertus Schmoldt zu Kosten der Windstromerzeugung hervor. Dieser hatte mit Verweis auf Bundeswirtschaftsminister Müller die Kosten eines Arbeitsplatzes in der Windkraftbranche auf das Dreifache der Steinkohlekosten pro deutschem Bergbauarbeitsplatz beziffert. Johannes Lackmann, Vorsitzender des Bundesverbands Erneuerbarer Energien (BEE), konterte: "Windenergie ist eine kostengünstige Technologie, um emissionsfrei Strom zu erzeugen. Sie angesichts drei Milliarden Euro Steinkohlesubventionen im Jahr als teurer als die Kohlenutzung darzustellen, zeugt von mangelnder Kenntnis. Da hilft auch nicht der Verweis auf den gelernten Energiemonoplisten Müller weiter. Schmoldt schadet mit seinen Äußerungen der gesamten Branche erneuerbarer Energien."

BEE-Referent Milan Nitzschke ergänzt: "Die Mehrkosten der Windstromerzeugung gegenüber konventionellem Strom betragen 3,8 Cent pro Kilowattstunde – das ist nicht, wie die IGBCE behauptet, erheblich mehr, sondern weniger als die Subventionen für deutsche Steinkohle pro damit erzeugter Kilowattstunde Strom. Dabei wird die Windvergütung durch die Stromkunden je nach Verbrauch aufgebracht - nicht wie bei der Kohle pauschal durch den Steuerzahler. Auf die damit geschaffenen Arbeitsplätze gerechnet, entfallen Kosten von 11 000 Euro pro Arbeitsplatz. Die Zahl, auf die sich Schmoldt bezieht, liegt etwa sechszehnmal so hoch. Da wir die sogenannte Berechnung kennen, wissen wir, dass sie mit völlig falschen Zahlen erarbeitet wurde."

Zu einer Betrachtung unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Energieerzeugung gehören aus Sicht des BEE die externen Kosten. Nitzschke: "Wenn man die externen Kosten der konventionellen Stromerzeugung einrechnet, die durch den Einsatz der Windenergie vermieden werden, so erfolgt die Windstromerzeugung heute bereits zu volkswirtschaftlich negativen Kosten. Sie schafft Arbeitsplätze und spart dabei gesamtwirtschaftlich Geld. Das Gegenteil von dem, was bei der Subvention umweltschädlicher Kohlenutzung passiert."