Stellungnahme zu Gesetzesänderung

BEE: Transparenz bei EEG-Kosten

Der Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), wonach die Netzagentur mit der Kontrolle der EEG-Umlagen beauftragt wird. Damit würde den überhöhten Stromabrechnungen der Energieversorger "ein Riegel vorgeschoben".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach Angaben des BEE würden die deutschen Stromversorger pro Jahr bis zu 500 Millionen Euro zuviel bei ihren Kunden für Strom aus Erneuerbaren Energien abrechnen. Die am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossene EEG-Änderung sei ein Schritt in Richtung mehr Transparenz, so BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke.

Es sei jetzt notwendig, dass die Bundesnetzagentur auch Einblick in die Ökostrom-Abrechnungen erhalte. Die Versorger sollten nach Auffassung des Verbandes dazu verpflichtet werden, die so genannten Differenzkosten auszuweisen. Auch ein öffentliches Anlagenregister, in dem alle Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien mit den relevanten Daten im Internet geführt werden, müsse dringend eingerichtet werden. Damit könne dem Missbrauch durch sogennante Doppelvermarktung vorgebeugt werden. Auf diese Weise könnten Anlagen, die einerseits Vergütungen nach dem EEG beziehen und andererseits für den gleichen Strom noch Zahlungen im Rahmen des Emissionshandels erhielten, sofort erkannt werden.

Gleichzeitig forderte Nitschke die Rückzahlung zuviel eingenommener Beträge an die Stromkunden. Aufgrund sinkender Vergütungen für Erneuerbare-Energien-Strom und steigender Preise für Strom aus Kohle, Gas und Kernenergie würden die Kosten für den notwendigen Ausbau Erneuerbarer Energien schließlich kontinuierlich sinken.

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