"Ein Gewinn"

BEE sieht "breite Mehrheit für sauberen Strom"

Die Zustimmung des Bundesrats zum Erneuerbare-Energien-Gesetz ist vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) "mit Erleichterung" aufgefasst worden. Endlich, so die Verfechter der erneuerbaren Energien, gebe "eine breite Mehrheit für sauberen Strom" - und neue Jobs.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit Erleichterung hat man in der Branche der erneuerbaren Energien auf die Zustimmung des Bundesrates zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reagiert - schließlich war es über Monate hinweg nicht sicher, ob der Ausbau der Ökostromerzeugung fortgesetzt werden kann.

"Damit stellen sich auch unionsgeführte Bundesländer hinter den Ausbau der erneuerbaren Energien", kommentierte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), den heutigen Entschluss des Bundesrates. Jetzt endlich könnten "Investitionen in Milliardenhöhe" getätigt werden. "Mit Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und Bioenergie schaffen wir sauberen Strom und Tausende neuer Jobs", so Lackmann.

Zwar habe die Unionsmehrheit im Bundesrat eine Schlechterstellung der Windkraft erwirkt, doch sei das jetzt beschlossene Gesetz insgesamt ein großer Gewinn für alle erneuerbaren Energieträger. Neue Netzzugangsregelungen, bessere Vergütungen für nachwachsende Rohstoffe und Erdwärmekraftwerke führen aus Sicht des BEE dazu, dass bald deutlich höhere Anteile am Stromverbrauch aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden.

"Heute liefern erneuerbare Energien fast zehn Prozent des verbrauchten Stromes in Deutschland", so Lackmann. Dabei entstünden für Stromverbraucher kaum Mehrkosten - pro Monat zahle jeder Haushalt etwa einen Euro mehr als für den restlichen Atom- und Kohlestrom. Mittelfristig werde Strom aus Erneuerbaren Energien sogar billiger sein als der umweltschädliche Strom aus "den alten Energien", prophezeite Lackmann.