Klare Vorgaben

BEE regt konkrete EU-Ausbauziele für Erneuerbare Energien an

Anders als bisher müssten die neuen EU-Vorgaben verbindlich sein, meint der Bundesverband Erneuerbare Energie. Zudem sollten weitergehende Ziele bis 2030 und 2050 vereinbart werden, um solche Unternehmen zu schützen, die in eine nachhaltige Energieversorgung investieren.

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Berlin (red) - Anlässlich des gestrigen Treffens der EU-Energieminister forderte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf, sich für klare Zielvorgaben beim weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien einzusetzen. Bis 2020 solle ein Viertel des europäischen Energieverbrauches aus Erneuerbaren Energien stammen. Zudem seien verbindliche Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe notwendig.

Ohne derartige Ziele würde die Abhängigkeit der EU von Energieimporten von heute 50 auf über 70 Prozent steigen. Zudem sei ein konsequenter Ausbau Erneuerbarer Energien erforderlich, um die Klimaschutzziele der EU zu erreichen. Dazu solle laut BEE-Präsident Johannes Lackmann auch und insbesondere die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr genutzt werden.

Die EU dürfe nicht weiterhin auf eine "kritische Abhängigkeit von russischem Gas und arabischem Öl" hinsteuern. Die Nutzung heimischer und klimafreundlicher Energien sei zwingend, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsraumes zu sichern.

Die Branche hält – wie auch das Europaparlament – ein Ausbauziel für Erneuerbare Energien von 25 Prozent am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 für realistisch. Zusätzlich müssten spartenbezogene Ziele vereinbart werden: 35 Prozent der Elektrizität, 25 Prozent der Wärme und Kühlung sowie 20 Prozent des verbrauchten Kraftstoffs sollten bis 2020 aus Erneuerbaren Energien kommen.