Pro und Kontra

BEE reagiert auf VIK: Verbandsdarstellung zu Solarstrom schlicht falsch

In der vergangenen Woche hat der VIK die Anhebung der Fördergrenze für Solarstrom kritisiert, heute kritisiert der Bundesverband Erneuerbare Energien den VIK für seine "branchenschädlichen Äußerungen". Da die Förderung degressiv angelegt sei, diene sie als Anreiz für Effizienzsteigerungen. Zudem steige die Summe langsamer als die installierten Anlagen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Energisch wehrt sich der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) gegen die seiner Meinung nach "branchenschädlichen Äußerungen" des VIK (Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft). Anlass für die Kritik des BEE ist die Darstellung des VIK, die Anhebung der Fördergrenze für Photovoltaik-Strom auf 1000 Megawatt bundesweit führe zu untragbaren Subventionen in Höhe von 460 Millionen Euro pro Jahr, ohne dass Effizienzfortschritte berücksichtigt würden.

BEE-Referent Milan Nitzschke zeigt sich verärgert: "Die Förderung des Solarstroms ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz degressiv angelegt. Jedes Jahr reduziert sich die Vergütung für Neuanlagen um fünf Prozent. Diese Kostendegression müssen die Anlagenhersteller erst mal bewältigen. Sie dient aber als Anreiz für Effizienzsteigerungen. Die Gesamtsumme der Vergütungen steigt langsamer als die Zahl der installierten Anlagen." Voraussichtlich 2010 werde die Obergrenze von 1000 Megawatt erreicht. "Dann – und zwar erst dann - wird sich die Gesamtförderung auf etwa 320 Millionen Euro belaufen", weiß Nitzschke, der damit die vom VIK genannte Zahl bestreitet. Auf die Kilowattstunde gerechnet mache die Photovoltaik-Förderung dann 1/18 Cent aus. Die zusätzlich zu tragenden Kosten für einen Durchschnittshaushalt beliefen sich demnach 2010 auf 1,94 Euro pro Jahr. BEE-Präsident Johannes Lackmann: "Wer hier wie der VIK von Gefährdung der deutschen Industrie und unzumutbaren Belastungen für Stromkunden spricht, stellt sich selbst ins Abseits."