Importabhängigkeit

BEE: Mit erneuerbaren Energien aus der Erdgasfalle

Nur durch den Ausbau erneuerbare Energien kann Deutschland seine Importabhängigkeit verringern, lautet die zentrale Forderung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Ihr Einsatz habe im vergangenen Jahr Erdgasimporte im Wert von über einer Milliarde Euro eingespart.

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Berlin (red) - Der Einsatz erneuerbarer Energien in Deutschland hat im Jahr 2005 Erdgas im Wert von 1,2 Milliarden Euro eingespart. Nach weiteren Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) haben Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie im vergangenen Jahr insgesamt Energieimporte (Öl, Gas, Kohle, Uran) im Wert von über drei Milliarden Euro vermieden. BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke: "Der Ausbau heimischer erneuerbarer Energien ist der einzige Weg aus der Gas- und Ölpreisfalle."

Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine zeige, dass mit der Abhängigkeit von Energieimporten schon heute ganze Volkswirtschaften unter Druck gesetzt werden können. Nitzschke: "Es darf nicht wieder der Fehler gemacht werden, einen knappen Energieträger durch einen anderen knappen Energieträger zu ersetzen." So habe Deutschland bisher zu stark auf Erdgas als Ersatz für Erdöl gesetzt. Daher fordert der BEE die Bundesregierung auf, schnellstmöglich das im Koalitionsvertrag angekündigte Gesetz für Wärme aus Erneuerbaren Energien auf den Weg zu bringen.