Erfolgsmodell

BEE: Irland übernimmt deutsches Ökostromgesetz

Zehn der fünfzehn alten EU-Mitgliedsstaaten wie Frankreich, Spanien und Österreich wenden mittlerweile Vergütungssysteme wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz an, teilte der Bundesverband BEE mit. Neustes Beispiel sei Irland. Aber auch Zypern und Tschechien hätten sich für vergleichbare Instrumente entschieden.

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Berlin (red) - Irland übernimmt das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild für die eigene Ökostromförderung. Damit wechselt inzwischen das zwölfte europäische Land auf das in Deutschland erfolgreiche System. "Deutschland ist europäisches Vorbild bei der Förderung erneuerbarer Energien. Kein anderes Land hat in so kurzer Zeit die Strommenge aus erneuerbaren Energien derart gesteigert und dabei die Kosten so stark gesenkt wie Deutschland. Länder, die vorher auf andere Förderinstrumente gesetzt haben, wechseln auf das deutsche System, um den Anschluss nicht zu verlieren", kommentierte Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).

Irland will das bisherige System von staatlich organisierten Ausschreibungen durch ein Festpreissystem ersetzen. Wie in Deutschland würden dann festgelegte Vergütungen pro Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt, mit denen auch unabhängige kleine und mittelständische Erzeuger kalkulieren können. In Deutschland werden diese Vergütungen für Neuanlagen jährlich gesenkt. "Damit schaffen wir hierzulande Innovations- und Kostensenkungsanreize. Alleine die Kosten für Windenergie konnten in nur fünf Jahren um 15 Prozent gesenkt werden", so Nitzschke weiter.