Gut und ausgebildet

BEE: Fachkräftemangel bei neuen Energien

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) prognostiziert bis zu 500 000 neue Arbeitsplätze in Unternehmen der Wind-, Bio- und Solarenergie. Da es noch keine eigenen Ausbildungs- oder Studiengänge für erneuerbare Energien gibt, steigt die Notwendigkeit, derartige Angebote zu schaffen, denn Fachkräfte seien ein wichtiger Standortfaktor.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) warnt vor einem Fachkräftemangel in seiner Branche. Das starke Wachstum im Bereich neuer Energietechnologien führe zu einem enormen Anstieg des Fachkräftebedarfs, erklärten Vertreter der im BEE zusammengeschlossenen Wirtschaftsverbände.

In Deutschland rechnen Branchenkenner auch in den nächsten Jahren mit einem starken Wachstum des jungen Industriezweiges. Auf dem Arbeitsmarkt würde es schon heute immer schwieriger gut ausgebildetes Personal zu finden, klagen viele Unternehmer. Für die nächsten Jahre rechnet der BEE mit einem jährlichen Mehrbedarf an Arbeitskräften in Höhe von 20 Prozent. Bis zum Jahr 2010 werden nach BEE-Prognosen bis zu 300 000 Menschen Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien finden. Die Zahl der Arbeitskräfte könnte sogar auf 500 000 steigen, wenn im Wärmesektor eine ähnliche Entwicklung wie im Stromsektor stattfindet.

Gesucht werden Ingenieure und Techniker aus den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik und Handwerker, die für den Bereich Solartechnik, Biomasse, Verfahrenstechnik und Feuertechnik ausgebildet sind. BEE-Präsident Johannes Lackmann erklärte: "Da es noch keine eigenen Ausbildungs- oder Studiengänge für erneuerbare Energien gibt, steigt die Notwendigkeit, derartige Angebote zu schaffen. Fachkräfte sind ein wichtiger Standortfaktor und für ein anhaltendes Branchenwachstum unverzichtbar."