Gegendarstellung

BEE: "E.ON täuscht Verbraucher"

Nach Ansicht des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) stellt der Energiekonzern E.ON den steuerlichen Anteil an den Stromkosten in seiner aktuellen Anzeigenkampagne falsch dar. Damit wolle er die Verantwortung für die hohen Strompreise an den Staat abwälzen, so BEE-Präsident Johannes Lackmann.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Paderborn (red) - Lackmann sagte: "Wenn der Strompreis insgesamt steigt, die vom Staat veranlassten Kosten jedoch gleich bleiben, muss der prozentuale Anteil sinken. Dies zeigen auch die Berechnungen des BEE. Demnach wird der staatliche Anteil am Strompreis weiter sinken und macht in 2006 nur noch 37 Prozent aus."

Tatsächlich seien die hohen Strompreise für die Verbraucher auf die gestiegenen Kosten für fossil-atomaren Strom und die "Mitnahmeeffekte der Energiewirtschaft" zurückzuführen. Der Förderanteil für erneuerbare Energien am Strompreis der Verbraucher mache mit 0,5 Cent pro Kilowattstunde gerade einmal 2,5 Prozent aus, erläuterte Lackmann. Im vergangen Jahr ist diese Umlage sogar gesunken, obwohl mehr Strom aus Erneuerbaren Energien ins Netz eingespeist wurde.

Er verwies auf neuere Studien, nach denen ein höherer Anteil erneuerbarer Energien zu sinkenden Preisen an den Strombörsen führe. Der Preissenkungseffekt könne danach sogar größer sein, als die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien.

Lackmann: "Die konventionelle Stromerzeugung führt zu massiven externen Kosten aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsschäden. Nur für einen Teil dieser Kosten müssen die Konzerne derzeit über die Ökosteuer aufkommen."

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