Importabhängigkeit

BEE: 25 Prozent erneuerbare Energien bis 2020 sind machbar

Laut Bundesverband Erneuerbare Energien lässt sich ein Anteil von 25 Prozent erneuerbarer Energien am Energiebedarf bis 2020 "ohne Schwierigkeiten" erreichen. Zur Weiterentwicklung forderte der Verband ein Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien und die Fortsetzung der Steuerbefreiung für heimische Biokraftstoffe.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Die bei der Fraktionsklausur der Grünen diskutierte Zielsetzung von 25 Prozent erneuerbarer Energien am Wärme-, Treibstoff- und Strombedarf bis 2020 sei ohne Schwierigkeiten erreichbar, bestätigte gestern auch der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).

BEE-Präsident Johannes Lackmann: "Öl und Gas müssen ersetzt werden durch erneuerbare Energieträger und effizientere Technik. Nur so lassen sich Importabhängigkeiten, steigende Preise, Umweltzerstörung und militärische Konflikte vermeiden." Während im Strombereich bereits mit großem Erfolg alte Energien durch erneuerbare Energieträger ersetzt würden, müsse bei der Wärmeversorgung und der Kraftstoffproduktion die Entwicklung erst richtig in Gang kommen. "Wir brauchen einen gesetzlichen Rahmen, der den Ausbaukurs bis 2020 festlegt", so Lackmann. "Dazu gehören ein Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien und die Fortsetzung der Steuerbefreiung für heimische Biokraftstoffe."

Besondere Bedeutung komme der Nutzung nachwachsender Rohstoffe aus Land- und Forstwirtschaft zu. Auch der Import von Biokraftstoffen sei erwünscht. Lackmann: "Hier ist allerdings eine Differenzierung der Steuerbefreiung notwendig. Länder wie Brasilien sind heute schon in der Lage, Biokraftstoffe zu produzieren, deren Preis nur knapp über konventionellem Benzin liegt und die daher kaum Steuererleichterungen benötigen. Wir wollen ausdrücklich keinen Protektionismus für die deutschen Biokraftstofferzeuger. Es muss aber sichergestellt sein, dass sie auf dem Kraftstoffmarkt die gleichen Chancen erhalten, wie ausländische Produzenten."