Sicherheitsrisiko?

Bedenken: E.ON nimmt zwei schwedische Atomreaktoren vom Netz

Der Energiekonzern E.ON nimmt wegen möglicher Sicherheitsrisiken zwei seiner Atomreaktoren in der schwedischen Stadt Oskarshamn vom Netz. Es gebe Bedenken wegen der Reserve-Generatoren der Kraftwerke, teilte die Tochter OKG des deutschen Stromkonzerns am Donnerstag mit.

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Stockholm (ddp.djn/sm) - Zuvor hatte es in der vergangenen Woche einen Zwischenfall in einem Reaktor des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Forsmark gegeben. Die Kraftwerke Forsmark und Ringhals wurden danach ebenfalls vom Netz genommen. Die OKG teilte mit, die beiden eigenen Reaktoren hätten dasselbe System an Reserve-Generatoren wie der Reaktor in Forsmark. Der dritte OKG-Reaktor in Oskarshamn sei dagegen sicher.

Die OKG will ihre zwei anderen Reaktoren wieder in Betrieb nehmen, sobald sicher sei, dass die Reserve-Generatoren ihre Funktion erfüllen können. Möglicherweise müssten dazu Veränderungen an dem System vorgenommen werden. Die Reserve-Generatoren sollen die Notkühlung der Reaktoren sicherstellen, wenn andere Systeme zur Stromversorgung der Kühlung ausfallen.

Mit der Entscheidung zum Abschalten der beiden Reaktoren sind fünf der zehn Atomreaktoren in Schweden außer Betrieb. Die schwedische Atombehörde SKI kündigte an, sie prüfe die Abschaltung aller zehn Reaktoren des Landes. Es müsse geklärt werden, ob die Probleme auch in anderen Reaktoren auftreten könnten.