Erst ab 2011

Bedenken der Anrainer: Ostsee-Pipeline verzögert sich

Der Bau der Ostsee-Pipeline wird sich Medienberichten zufolge weiter verzögern. Wohl erst Ende 2011 wird Gas durch die 1220 Kilometer lange Pipeline fließen, wie Nord Stream-Finanzchef Paul Corcoran mitteilte. Grund seien Bedenken von Finnland und Dänemarkt, die eine Änderung des Leitungsverlaufes fordern.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Moskau (red) - Bis September wolle Nord Stream eine geänderte Route vorlegen, die dann "hoffentlich für alle betroffenen Länder konsensfähig ist", zitiert die Financial Times Deutschland den Finanzchef.

Darüber hinaus hat auch das EU-Parlament erneut Bedenken geäußert und fordert ein neues ökologisches Gutachten. Laut Nord Stream habe die Entscheidung der EU keine Auswirkungen auf den geplanten Baubeginn 2009. Eine umweltpolitische Sprecherin der Europäischen Kommission sagte jedoch, der Betreiber müsse mit dem Bau warten, bis die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen.

Trotz der möglichen Verzögerungen rechnet Corcoran jedoch nicht mit weiteren Kostensteigerungen. Erst im März wurde die Kalkulation der Baukosten um 50 Prozent nach oben korrigiert. Ursprünglich ging Nord Stream von 5 Milliarden Euro aus, mittlerweile rechnet man mit 7,4 Milliarden. Das Unternehmen habe bereits Verträge mit Stahlproduzenten ausgehandelt. Allerdings sei der Stahl für eine zweite geplante Röhre noch nicht geordert, eventuelle Preisschwankungen seien im Budget aber berücksichtigt.

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  • Zum Artikel der FTD