Energieeffizienz

Bedarf für energetische Förderung bleibt hoch

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verzeichnet weiterhin großen Bedarf an ihren Förderkrediten. Gerade beim Klima- und Umweltschutz seien hohe Summen vergeben worden, insbesondere für energetische Sanierungen und energieeffiziente Neubauten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Wie die staatliche Bankengruppe am Donnerstag mitteilte, wurden in den ersten drei Quartalen 2010 Finanzmittel in Höhe von 59,8 Milliarden Euro zugesagt. Dies entspreche einem Anstieg um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 41,8 Milliarden Euro. Der KfW-Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder äußerte die Erwartung, dass die Fördersumme "mit Normalisierung der Lage wieder sinken wird".

Den Angaben nach stieg alleine das inländische Finanzierungsvolumen um 50 Prozent auf rund 50 Milliarden Euro. Im Geschäftsbereich KfW Mittelstandsbank seien die Kreditzusagen gar um mehr als die Hälfte gestiegen. Umfassend gefördert wurden demnach insbesondere mittelständische Unternehmen durch das im Rahmen der staatlichen Konjunkturpakete aufgelegte KfW-Sonderprogramm und KfW-Sonderkredite. Ein weiterer Finanzierungsschwerpunkt habe im Bereich erneuerbare Energien gelegen.

Für Klima- und Umweltschutz in Deutschland verteilte die Bank eigenen Angaben zufolge 16,9 Milliarden Euro über alle Geschäftsbereiche und damit sechs Milliarden mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Auch bei Privatpersonen sei die Fördersumme um 38 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro gestiegen. Großes Interesse habe bei der KfW Förderung zudem an Krediten für energetische Sanierungen und energieeffiziente Neubauten bestanden. Im Bildungsbereich führten laut KfW insbesondere Studienkredite zu einem Anstieg des Zusagevolumens um 32 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.