Ungereimtheiten

Beck fordert bessere Kontrolle des Atomkraftwerkes Philippsburg

Das Bundesumweltministerium hatte Zweifel am Sicherheitsmanagement des Kraftwerkbetreibers - der EnBW - geäußert. Ministerpräsident Kurt Beck rief dazu auf, die Sorgen der Bevölkerung im Umfeld des Kraftwerkes ernst zu nehmen, die dringend erforderlichen Kontrollen müssten auch wirklich funktionieren.

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Mainz/Philippsburg (ddp-rps/sm) - Wegen neuer Ungereimtheiten beim Atomkraftwerk Philippsburg hat Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) eine bessere Kontrolle des Kraftwerks angemahnt. In einem Brief an seinen baden-württembergischen Amtskollegen Erwin Teufel (CDU) schrieb Beck am gestrigen Donnerstag, die Sorgen der Bevölkerung müssten ernst genommen werden. "Seit der letzten größeren Panne ist noch nicht einmal ein Jahr vergangen".

Die Halbwertzeit, in der "leider erneut über gravierende Probleme berichtet werden muss, ist unerträglich kurz", fügte Beck hinzu. Die Bevölkerung im unmittelbaren räumlichen Umfeld des Atomkraftwerks sei deshalb in großer Sorge. Es müsse für die Zukunft sicher gestellt werden, dass die dringend erforderliche Kontrolle auch wirklich funktioniere.

Das Bundesumweltministerium hatte diese Woche in Berlin Zweifel am Sicherheitsmanagement des Betreibers Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) geäußert. Der Block 2 des Kernkraftwerks sei trotz unzureichender Störfallbeherrschung wochenlang in Betrieb gewesen. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass es trotz Einführung eines neuen Sicherheitsmanagements durch die EnBW weitere Probleme bei der Störfallbeherrschung gibt. Dabei geht es um die Berechnung notwendiger Wassermengen für den speziellen Fall eines Lecks in der Hauptkühlmittelleitung, die offenbar nicht korrekt waren.