McKinsey muss rechnen

BDI lässt Kosten von Merkels Klimaprogramm berechnen

"Weit über eine Million Euro" soll die umfassende Analyse von Merkels Klimaprogramm kosten, teilte BDI-Chef Jürgen Thumann in einem Zeitungsinterview mit. Der Grund für die hohe Investition: Bislang gebe es noch gar keine Zahlen dazu, so Thumann.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Die deutsche Industrie will die Kosten des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung Punkt für Punkt berechnen lassen. "Die Unternehmensberatung McKinsey soll bis Ende September Preisschilder an die einzelnen Klimaschutzmaßnahmen heften", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, der "Zeit". Bisher lägen überhaupt keine Zahlen vor. Deshalb habe der BDI die Studie in Auftrag gegeben.

"Es ist das erste Mal, dass eine so umfassende Analyse entsteht, und sie kostet weit über eine Million Euro", sagte Thumann. Wenn die Studie vorliege, werde die Industrie mit der Regierung "einen Dialog über Kosten und Nutzen von einzelnen Maßnahmen" beginnen. Der BDI-Präsident setzte sich außerdem erneut für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke ein.

Weiterhin teilte Thumann der Zeitung mit, dass seine monatelange Suche nach einem neuen Hauptgeschäftsführer erfolgreich gewesen sei. Die Entscheidung sei gefallen, so Thumann, der den neuen Hauptgeschäftsführer am 24. September im BDI-Präsidium präsentieren will. Namen werde er vorab nicht nennen, so Thumann, der seit fast einem Jahr als geschäftsführender Präsident des BDI amtiert.