BDI fordert: Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Stromversorgung nicht aufs Spiel setzen

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"Für die Industrie mit einem Stromverbrauch von mehr als 230 Milliarden Kilowattstunden sind Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Stromversorgung zentrale Standortfaktoren. Die Kernenergienutzung in Deutschland hat dazu entscheidende Beiträge geleistet." Darauf verwies Ludolf v. Wartenberg, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich der Wintertagung des Deutschen Atomforums in Berlin. Die diesjährige Tagung steht unter dem Motto "Wettbewerbsfaktor Kernenergie". Zugleich plädierte Wartenberg für eine Phase der Normalität beim Thema Kernenergie ohne den Glaubensstreit der vergangenen Jahre. Dazu gehöre vor allem eine störungsfreie Abwicklung der Entsorgungstransporte. Der BDI vertraue darauf, dass die Bundesregierung ihre Zusage im Verständigungspapier über die Kernenergienutzung auch durchsetze.


Wartenberg warnte davor, die Erfolge der Liberalisierung durch staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen zu verspielen und den deutschen Standort zu schwächen. Im Interesse nachhaltigen Wirtschaftens seien politische Entscheidungen - auch die zur Nutzung der Kernenergie - ständig zu hinterfragen. "Keiner hindert uns daran, klüger zu werden", so Wartenberg. Kommende Generationen sollten die Möglichkeit haben, selbst entscheiden zu können, ob sie die hoch effektive und umweltschonende Kernkraft nutzen wollten. Deshalb sollte im Interesse des Industriestandortes Deutschland die technologische Kompetenz bei der Kernenergienutzung erhalten und durch Maßnahmen der Forschung und Entwicklung abgesichert werden.