Weniger Heizungsmodernisierungen

BDH fordert mehr Förderprogramme für Heizungsmodernisierung

Die Nachfrage nach energiesparenden Heizungen ist im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um fast ein Viertel eingebrochen. Dies teilt der BDH mit und fordert eine Vereinfachung und Verstetigung der Förderprogramme und mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich.

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Berlin (red) - Im ersten Halbjahr 2007 brach der Markt für fast alle Wärmeerzeuger sowie Solarthermieanlagen zweistellig ein, nur der Markt für Öl-Brennwertkessel stagnierte. Zugewinnen konnten lediglich Wärmepumpenheizungen mit einem Marktwachstum von 30 Prozent, allerdings hätten diese einen vergleichsweise niedrigen Marktanteil, so der BDH.

Die sinkende Nachfrage sei alamieren, so der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), nur zehn Prozent der Heizungen in Deutschland würden dem Stand der Technik entsprechen. So sei der Sanierungsbedarf in deutschen Heizkellern weiterhin hoch.

BDH-Präsident Klaus Jesse sieht als Grund für den Markteinbruch unter anderem die Verunsicherung der Bürger: "Einerseits werden ständig steigende Öl- und Gaspreise prognostiziert. Andererseits debattiert die Politik darüber, dass Energiesparen und Klimaschutz teuer seien." Jedoch machen sich Energiesparinvestitionen gerade im Eigenheim "schnell bezahlt", so Jesse.

Der Verband fordert daher von der Politik eine technologieneutrale Vereinfachung und Verstetigung der Förderprogramme sowie eine klare Positionierung für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich. "Wenn die Politik klare Zeichen setzt, wird der Bürger sich überzeugen lassen", so Jesse weiter. Nur so könnten die Klimaziele der Bundesregierung erreicht werden, schließlich werde für Raumwärme und Warmwasserbereitung mehr als ein Drittel des gesamten deutschen Energieverbrauches aufgewendet.

Einer Studie des BDH zufolge könnte eine Verdoppelung des Modernisierungstempos im Heizungsbestand und beim Wärmeschutz den CO2-Ausstoß in Gebäuden bis 2020 um rund 30 Prozent senken. Der nötige Investitionsschub in Höhe von 24 Milliarden Euro würde im gleichen Zeitraum über 200.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk schaffen.