Neuer Interessenverband

BDGW stellt Eckpunkte für Energie-Gesamtkonzept vor

Die bisherigen Einzelverbände VDEW, VDN, BGEW und VRE treten nun unter den Namen Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) als gemeinsamer Verband auf. Die Forderungen sind die gleichen geblieben, so fordert die Interessenvertretung ein energiewirtschaftliches Konzept.

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Berlin (red) - Der neu gegründete BDEW hat die Eckpunkte eines energiewirtschaftlichen Konzeptes vorgestellt. Grundsätzlich fordert die Energiewirtschaft zur Umsetzung der politischen Klimaschutz- und Effizienzvorgaben, dass der Verbraucher und somit der Markt über den Einsatz der unterschiedlichen Umwelt- und Effizienztechnologien entscheiden müsse. In Bezug auf den Entwurf des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz kritisiert der Verband, dass Biogas nicht zur Erfüllung der entsprechenden Nutzungspflicht anerkannt werde.

Für Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz sowie die energiewirtschaftliche Infrastruktur seien stabile politische Rahmenbedingungen erforderlich, deshalb brauche Deutschland "gerade auch vor dem Hintergrund des auslaufenden Kyoto-Protokolls 2012 " ein neues "energiepolitisches Gesamtkonzept ", so Verbandspräsident Werner Brinker. Eine Grundlage hierfür biete die Studie "Energiewirtschaftliches Gesamtkonzept 2030", die der Verband gemeinsam mit den wissenschaftlichen Instituten EWI (Köln) und EEFA (Münster) initiiert habe und im Dezember abschließen werde. Stichpunkte seien hier unter anderem die schnelle Einführung von Technologien zur CO2-Abscheidung bei Kohle-Kraftwerken, die marktgerechte Förderung der erneuerbaren Energien sowie die verstärkte Förderung der Energieerzeugung aus Klein-Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen.

Der BDEW ist aus einem Zusammenschluss der VDEW, VDN, BGEW und VRE hervorgegangen. Die Gründung des neuen Verbandes "spiegelt die Veränderung der Branchen und des energiewirtschaftlichen Rahmens wider", erklärte Brinker. Mit dem BDEW gebe es nun einen Ansprechpartner für alle Fragen der Energie- und Wasserwirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen von rund 1.800 Unternehmen mit rund 280.000 Beschäftigten und einem Umsatz von etwa 140 Milliarden Euro.

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