Reaktion auf DUH-Forderungen

BDEW: Klimaschutz braucht effiziente neue Kraftwerke

"Zu viel Wunschdenken und zu wenig Realitätssinn" sieht der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei den Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), keine weiteren neuen Kohlekraftwerke zu bauen. Effiziente neue Kraftwerke seien notwendig für den Klimaschutz.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die vorgeschlagene Befristung von Betriebsgenehmigungen für neue Kohlekraftwerke würde das gerade begonnene Modernisierungsprogramm blockieren, worin der BDEW einen "deutlichen Rückschritt für den Klimaschutz" sieht. "Jedes neue Kohlekraftwerk ist wesentlich effizienter als seine Vorgänger", betonte BDEW-Hauptgeschäftsführer Wolf Pluge.

Die Betrachtungen der Deutschen Umwelthilfe gingen von unrealistischen Planwerten aus, kritisiert der BDEW. Beispielsweise würden die Sparpotentiale deutlich überschätzt und die bisher schon erreichten Effizienzgewinne nicht hinreichend berücksichtigt. Die Kernenergie sei dagegen klein gerechnet worden, obwohl sie CO2 in der Größenordnung der Emissionen des gesamten deutschen Straßenverkehrs vermeide. Auch der erhoffte dauerhafte Konjunkturaufschwung sei nicht eingeplant, kritisierte Pluge. Außerdem blende die rein nationale und statische Betrachtung der Stromproduktion die Anforderungen und die Entwicklung des europäischen Binnenmarktes völlig aus.

Die DUH hatte gefordert, über die bereits genehmigten und im Bau befindlichen Kohlekraftwerke hinaus keine neuen zu bauen, zudem müssten diese mit KWK und CO2-Abscheidung ausgestattet werden.