Energievergleich

BDEW: Gas- und Stromverbrauch gesunken

Der Erdgas- und Stromverbrauch ging den neuesten Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft zufolge deutlich zurück. Beim Erdgas waren es in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 18 Prozent, der Stromverbrauch soll im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr um vier Prozent gesunken sein.

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Berlin (red) - Aufgrund der milden Witterung ist der Gasverbrauch in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um rund 18 Prozent gesunken. Ebenfalls rückläufig ist der Stromverbrauch, der in den ersten neun Monaten 2014 um etwa vier Prozent sank. Das geht aus neuen, vorläufigen Zahlen hervor, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ermittelt hat.

Weniger Erdgas aufgrund der milden Witterung

Der Erdgasverbrauch betrug in den ersten neun Monaten dieses Jahres 579 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Im Vergleichszeitraum 2013 waren es 710 Mrd. kWh. Damit lieferte die Energiewirtschaft deutlich weniger Erdgas an ihre Kunden als im Vorjahreszeitraum. Grund für den gesunkenen Verbrauch ist laut BDEW in erster Linie die deutlich wärmere Witterung - insbesondere im Vergleich zum kalten ersten Halbjahr 2013. Dies führte dazu, dass der Einsatz von Erdgas zu Heizzwecken gesunken ist. Der Produktionsrückgang in der chemischen Grundstoffindustrie verstärkte diesen Rückgang.

Erdgas-Einsatz ging um 13 Prozent zurück

Neben dem Rückgang in der Wärmeerzeugung ging auch der Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung erneut stark zurück. Insbesondere hocheffiziente und klimaschonende Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen waren davon betroffen. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres ging der Einsatz von Erdgas in den Kraftwerken der Stromversorger um über 13 Prozent zurück. Grund dafür ist laut BDEW, dass ein wirtschaftlicher Betrieb konventioneller Kraftwerke vor dem Hintergrund eines wachsenden Anteils erneuerbarer Energien oftmals nicht mehr möglich ist.

Stromverbrauch sank im Vergleich zum Vorjahr

Der Stromverbrauch war nach ersten BDEW-Schätzungen ebenfalls rückläufig. Er ging im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um vier Prozent auf 396 Mrd. kWh (412 Mrd. kWh) zurück. Hauptgründe sind die schwache Konjunktur energieintensiver Industrien und die im Vergleich zu 2013 insgesamt mildere Witterung. Hinzu kommen Sparmaßnahmen bei den Verbrauchern sowie Effizienzsteigerungen. Gleichzeitig ließen der weitere Zubau und die günstigen Witterungsbedingungen die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ansteigen. Insgesamt deckten die Erneuerbaren Energien in den ersten neun Monaten dieses Jahres zu 28 Prozent den Stromverbrauch Deutschlands.