Klimafreundlich

BDBe: Keine negativen Folgen durch Biokraftstoffe

Die negativen Folgen, die durch die Rodung von Wäldern zugunsten des Anbaus von Energiepflanzen entstehen, werde es in Europa nicht geben, so der BDBe. Denn europaweit ist die Rodung für Energiepflanzen verboten. Allerdings bestehe die Gefahr in Amerika, so der Verband weiter.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Amerikanischen Forscher befürchten, dass die Ausweitung der Nutzung von Biokraftstoffen in den USA in Zukunft die Rodung von Wäldern bewirken könnte. So würde der Ausbau der Biokraftstoffe mehr schaden als nützen. Die Forscher kritisieren, dass die Rodung von Waldflächen, um diese als Ackerflächen für Energiepflanzen zu nutzen, bei der Berechnung der CO2-Bilanzen von Biokraftstoffen nicht berücksichtigt wird.

Entwarnung für Europa

Die Warnung vor negativen Folgen von Biokraftstoffen, die amerikanische Forscher in der aktuellen Ausgabe des US-Magazin 'Science' (Vol. 326 vom 23.10.) formuliert haben, trifft für europäisches Bioethanol nicht zu. Darauf hat der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft BDBe hingewiesen.

Rodung für Energiepflanzen in EU verboten

In den EU-Vorschriften für die Landwirtschaft ('Cross Compliance') ist ein Verbot der Umwandlung von Waldflächen in Ackerland festgelegt, so Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBe. Die Rodung von Wäldern zum Anbau von Energiepflanzen sei in der EU daher ausgeschlossen. Er wies außerdem darauf hin, dass die Waldfläche in Deutschland zunimmt. Die Landwirtschaft habe mit 53 Prozent zwar noch immer den größten Anteil an der Bodennutzung, allerdings mit sinkender Tendenz zu Gunsten der Wälder.

Weiterführende Links