BBU, Initiativen und Robin Wood gegen Castor-Interimslager am Atomkraftwerk Neckarwestheim

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die Umweltschutzorganisation Robin Wood, der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) und das Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim lehnen die Errichtung eines Atommülllagers am AKW Neckarwestheim (heute hat darüber eine öffentliche Erörterung begonnen, bitte lesen Sie hier) entschieden ab. "Das Interimslager ist Teil eines unausgegorenen Entsorgungskonzeptes und dient ausschließlich dazu, den Weiterbetrieb des Atomkraftwerkes zu sichern", betont Heidi Lindstedt vom Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim. "Ein Endlager fehlt, und die Lagerung des Atommülls für die Zeit nach der Interimslagerung ist völlig ungeklärt."


Die Sicherheit des Interimslagers beruhe nach Angaben der Antragstellerin GKN ausschließlich auf den technischen Eigenschaften der Transport- und Lagerbehälter. "Die behauptete Sicherheit gibt es nicht, eine Langzeitsicherheit ist nicht gewährleistet", stellt Wolfram Scheffbuch vom BBMN klar. "Der CASTOR V/19 ist nicht mit dem sonst üblichen Mehrbarrierensystem ausgestattet, und eine kontinuierliche Prüfung der Dichtigkeit der Behälter ist auch nicht vorgesehen." Bettina Dannheim, Strahlenbiologin und Robin Wood-Energiereferentin, erläutert: "Die Angaben der Betreiber und die Strahlenschutzgrenzwerte der geltenden Strahlenschutzverordnung entsprechen nicht dem neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand. Das Risiko an einem strahlenbedingten Krebs zu erkranken wird um ein Vielfaches unterschätzt. Die Behauptung, dass vom geplanten Castor-Lager keine Gefahr für die Bevölkerung ausgehe, ist schieres Wunschdenken."