Bilanz

Bayrische Stromversorger wollen Versorgungssicherheit erhalten

78 900 Millionen Kilowattstunden Strom lieferten die bayrischen Stromversorger im vergangenen Jahr an ihre Kunden im Freistaat. Davon wird ein beträchtlicher Teil in Atomkraftwerken erzeugt, aber auch die erneuerbaren Energien sind auf dem Vorschmarsch. Besondere Zuwachsraten verzeichnete die Biomasse.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

München (red) - Mit einem umweltfreundlichen Mix an Primärenergien bei der Stromerzeugung wollen die bayerischen Elektrizitätsunternehmen auch weiterhin eine sichere Stromversorgung gewährleisten. Mit steigenden Investitionen hätten die Netzbetreiber im vergangenen Jahr die hohe Leistungsfähigkeit und Sicherheit des bayrischen Stromnetzes weiter verbessert, bilanzierte der Verband bayrischer Elektrizitätswerke (VBEW) heute auf seiner Jahrespressekonferenz in München.

Der Stromverbrauch hat in Bayern im vergangenen Jahr weiter zugenommen, die Stromkunden wurden mit insgesamt 78 900 Millionen Kilowattstunden beliefert. Das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der in Bayern verbrauchte Strom wird laut VBEW auch in bayerischen Kraftwerken erzeugt, mit einem erheblichen Anteil an erneuerbaren Energien. So konnte u.a. Biomasse ihre Bedeutung weiter steigern und avancierte zur zweitwichtigsten regenerativen Energiequelle im Freistaat. Wichtigste erneuerbare Energie bleibt die Wasserkraft mit einem Beitrag zur Stromerzeugung von über 14 Prozent. Ein weiteres Standbein sei mit 66 Prozent die Kernenergie.

Vom Bund forderte der VBEW heute in München positivere Rahmenbedingungen für die Modernisierung des Kraftwerksparks mit einem sicheren und umweltfreundlichen Energiemix zu bezahlbaren Preisen. Viel Arbeit mache derzeit die Trennung von Netz und Stromvertrieb, die das neue Energierecht vorschreibt. "Wir befinden uns in einem historischen Strukturwandel", betonte VBEW-Vorstandsvorsitzender Herbert Dombrowsky.