Landtagswahlkampf

Bayerns Grüne wollen mit Kampf für Atom-Ausstieg punkten

Mit dem Kampf für den Atom-Ausstieg wollen Bayerns Grüne im Landtagswahlkampf punkten. Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) habe mit der Forderung, an der Kernenergie festzuhalten, eine "Steilvorlage" geliefert, sagte Parteichef Sepp Daxenberger am Donnerstag in München.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - Das langfristige Ziel der Grünen sei, dass der Freistaat zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt werde. Einen Zeitrahmen gebe es dafür allerdings noch nicht. Parteichefin Theresa Schopper betonte, der jüngste Vorfall in einem slowenischen Atomkraftwerk habe "Beckstein Lügen gestraft".

Daxenberger und Schopper legten am Donnerstag das Wahlprogramm des Parteivorstands vor. Es gliedert sich in die Kapitel Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Vielfalt sowie Demokratie. Die Partei fordert unter anderem alternative Technologien zur Energieeinsparung, einen Stopp des Flächenverbrauchs, eine Absenkung des Wahlalters auf 16, mehr Chancengleichheit in der Bildung sowie eine gentechnikfreie Landwirtschaft.

Auf dem Grünen-Parteitag am Wochenende in Augsburg sollen die Delegierten über den Entwurf debattieren und das Wahlprogramm verabschieden. Zudem soll Daxenberger zum Spitzenkandidaten gewählt werden. Laut Schopper liegen rund 170 Änderungsanträge für das Wahlprogramm vor. Etwa zehn davon seien strittig.