Kleinfeuerungsanlagenverordnung

Bayerns Forstminister Miller fordert fairen Umgang mit Holzenergie

Bayerns Forstminister Josef Miller (CSU) hat die geplante Verschärfung der sogenannten Kleinfeuerungsanlagenverordnung kritisiert. Diese drohe "zu einem Damoklesschwert für viele Hausbesitzer zu werden", warnte der Minister am Sonntag in München.

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München (ddp/sm) - Die "völlig überzogenen" Forderungen zur Feinstaubreduktion können seiner Ansicht nach unter realistischen Gesichtspunkten nicht erfüllt werden. In einem Brief an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte Miller "Luftreinhaltung mit Augenmaß" und "einen fairen Umgang mit Holzenergie".

Nach dem derzeit vorliegenden Entwurf müssten rund neun Millionen Scheitholz-Öfen in ganz Deutschland stillgelegt oder nachgerüstet werden, kritisierte Miller. Allein in Bayern wären davon 2,7 Millionen Feuerstellen betroffen. Damit werde der preiswerte und umweltfreundliche Energieträger Holz zu Unrecht in Verruf gebracht, schrieb der CSU-Politiker und forderte, dass das Gesetz vielmehr dort ansetzen müsse, wo hohe Luftbelastungen auftreten.