Bilanz 2005

Bayerngas weitet Engagement in Norwegen aus

Die kommunale Gasbeschaffungsgesellschaft Bayerngas GmbH hat das Geschäftsjahr 2005 mit einem Rekordabsatz von 67,7 Milliarden Kilowattstunden (Vorjahr: 64,8 Milliarden Kilowattstunden) und einem Plus im Ergebnis abgeschlossen. Damit gestärkt will das Unternehmen jetzt ein Gasfeld in Norwegen erwerben.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Durch die neue Höchstmarke beim Absatz sowie die neue Beschaffungsstruktur machte das Unternehmen einen Umsatz von 1.623,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1.307,0 Millionen Euro) und erzielte einen Jahresüberschuss von 22,9 Millionen Euro (Vorjahr: 18,3 Millionen Euro).

Mit diesem guten Ergebnis im Rücken will Bayerngas künftig insbesondere in alternative Erdgas-Bezugsquellen investieren. Dazu wurde bereits im März 2005 eine Repräsentanz in Norwegen mit dem Ziel eröffnet, ein Erdgasfeld zu erwerben. Wegen der hohen Finanzierungsleistungen, die mit diesem Upstream-Engagement in Norwegen notwendig werden, hat das Unternehmen entgegen der bisherigen Planung die Dividenden-Ausschüttung von 24 auf 18 Prozent reduziert. "Das Engagement in Norwegen ist aus unserer Perspektive notwendig, um unseren Gesellschaftern über die Beschaffungsplattform Bayerngas den Zugang zu einer anderen Ebene der Wertschöpfung zu ermöglichen", erläuterte Dr. Ulrich Mössner, Geschäftsführer der Bayerngas.

"Gleichzeitig zeigt unser Engagement, dass auch ein bisher nicht international aufgestelltes Unternehmen einen Beitrag zur regionalen Bezugssicherheit leisten kann." Die Neuausrichtung in der Beschaffung und die positive Absatzentwicklung sieht Mössner als gute Ausgangsbasis für eine zufriedenstellende Ertrags- und Finanzlage im laufenden Geschäftsjahr. Gleichzeitig erwartet er einen intensiveren Wettbewerb durch die Vereinfachung des Netzzugangs und die Verkürzung der Lieferverträge. Von der Regulierungsbehörde indes zeigte sich Mössner enttäuscht: Die Netzentgeltregulierung erfolge mit der "groben Axt", das angewandte Benchmarking-Verfahren sei in seiner Validität sehr zweifelhaft.

Bei der Einführung des neuen Gasnetzzugangsmodells zum 1. Oktober wird Bayerngas eines der 19 Marktgebiete in Deutschland betreuen. Daher arbeite das Unternehmen momentan mit Hochdruck an der Umsetzung der rechtlichen und technischen Vorgaben, so Mössner weiter.