Bessere Planungssicherheit

Bayern will Biogasstromvergütung an die Agrarkosten koppeln

Bayern fordert eine Koppelung der Einspeisevergütung für Biogasstrom an die Agrarrohstoffkosten. Das Kabinett wolle sich im Bundesrat für eine entsprechende Regelung in der Novelle des Erneuerbare Energiegesetz (EEG) des Bundes einsetzen, wie sie Staatskanzlei mitteilte.

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München (ddp-bay/sm) - In den vergangenen Monaten seien die Preise für Agrarrohstoffe weltweit stark angestiegen, sagte Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU). Dies treffe gerade die kleinen Biogasproduzenten, für die es bei der gegenwärtigen Einspeisevergütung von 10 bis 20 Cent pro Kilowattstunde zunehmend unwirtschaftlich werde, Strom zu produzieren.

Miller betonte, um diese ökologisch sinnvolle und für die Bauern zunehmend wichtige Verdienstmöglichkeit zu erhalten, sei "mehr Planungssicherheit" nötig. Auch Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) stellte sich hinter die Förderung von Biogas: "Das Potenzial dieses Energieträgers ist noch längst nicht ausgeschöpft."

Bayern nehme beim Einsatz von Bioenergie bundesweit eine Spitzenstellung ein. Von den 3500 Biogasanlagen in Deutschland stehen 1350 im Freistaat. Der Anteil der Biomasse insgesamt am Gesamtenergiebedarf liegt in Bayern mit rund 5 Prozent, bundesweiten sind es 3,5 Prozent.