"Nicht nur auf Erneuerbare setzen"

Bayern: Stromerzeugung mit deutlich verringerten CO2-Emissionen

Die bayerischen Stromversorger haben die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen der für die Stromerzeugung eingesetzten Kraftwerke in den letzten 30 Jahren auf 20 Prozent des Wertes von 1976 gesenkt. Dies berichtet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Pro erzeugter Kilowattstunde Strom werden rund 110 Gramm CO2 an die Umwelt abgegeben, in den Siebziger Jahren waren es den Angaben zufolge noch über 550 Gramm pro Kilowattstunde. Damit liegt Bayern deutlich unter dem deutschen Durchschnitt mit 500 Gramm pro Kilowattstunde.

Der Rückgang basiert auf frühzeitigen und zukunftsorientierten Investitionen der bayerischen Versorger in moderne, umweltschonende Kraftwerkstechnologien und regenerative Stromerzeugung. Der Anteil der Strom- und Wärmeerzeugung aus lokalen GuD-Anlagen (Gas- und Dampfturbinenkraftwerke) und aus Kraft-Wärme-Kopplung wurde in den letzten Jahren kontinuierlich zu Lasten der Stromerzeugung aus Kohle ausgebaut. Neben der Wasserkraft leisten Erneuerbare Energien wie Biomasse zunehmend Beiträge zu einer umweltschonenden Stromerzeugung. Zusammen mit dem unveränderten Anteil der Kernenergie und Wasserkraft werden in Bayern über 80 Prozent des Stroms CO2-frei erzeugt, so der Verband.

Nach Ansicht des VBEW sind weitere CO2-Einsparungen langfristig durch den Ausbau erneuerbarer Energien allein nicht zu erreichen. Um die Strompreise für den Verbraucher nicht durch den Zukauf von CO2-Emissionszertifikaten weiter zu belasten, müsse der Erhalt der Kernenergie und die Energieeffizienz verstärkt in den Fokus rücken.

Um jährlich zehn Millionen Tonnen CO2-Emissionen einzusparen, müssten beispielsweise 50 Millionen ältere Kühlschränke und 60 Millionen Waschmaschinen durch Geräte ersetzt werden, die der bestmöglichen Energieeffizienzklasse A+ entsprechen.

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