Sichere Versorgung

Bayern: Milliarden-Investitionen für zukunftssichere Stromversorgung

2,5 Milliarden Euro wurden in Bayern in den letzten fünf Jahren in die Stromversorgung investiert. Im vergangenen Jahr lagen die Investitionen rund 15 Prozent über denen des Vorjahres. Doch die Kosten lohnen sich, denn die Stromausfallzeit Bayerns sei die niedrigste in ganz Europa, teilt der VBEW mit.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Allein in den letzten fünf Jahren haben die bayerischen Stromunternehmen 2,5 Milliarden Euro in die Zukunftssicherheit der Stromversorgung investiert, teilt der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) mit. Weitere Milliarden sollen in Kraftwerke und Netze investiert werden, sobald die dafür erforderlichen sicheren politischen Rahmenbedingungen gegeben sind. Die Investitionsvorhaben dürfen durch die auf EU-Ebene diskutierte eigentumsrechtliche Entflechtung der Unternehmen nicht in Frage gestellt werden.

Nach VBEW-Angaben lagen die Investitionen der bayrischen Stromversorger im Jahr 2006 mit über 500 Millionen Euro etwa 15 Prozent über denen des Vorjahres. In Instandhaltung, Modernisierung und den Ausbau des Stromnetzes flossen rund 330 Millionen Euro (2005: 245 Millionen Euro). Die durchschnittliche Ausfallzeit der Stromversorgung von nur 19 Minuten pro Kunde im Jahr sei die niedrigste in Europa.

In die Stromerzeugung wurden 2005 und 2006 etwa 200 Millionen Euro investiert, weitere 90 Millionen Euro seien für 2007 geplant. Finanziert werde damit ein klimaschonender, umweltverträglicher Energiemix sowie der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung. "In Bayern benötigter Strom sollte auch künftig aus bayerischen Kraftwerken kommen", so Dr. Christoph Praël, Geschäftsführer des VBEW. Damit werde "das hohe Maß unserer Versorgungssicherheit bewahrt" und die Gefahr "von unsicheren, teuren Stromimporten" abhängig zu werden, verringert.

Ob in den nächsten Jahren die Höhe der Gesamtinvestitionen weiter ansteigen, muss abgewartet werden. "Von der Stromwirtschaft werden Milliarden-Investitionen erwartet, gleichzeitig wird mit Enteignung gedroht und Netzentgelte administrativ gekürzt", so Praël. Die Stromversorger fordern daher langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, die eine Erwirtschaftung der Investitionen und eine angemessene Kapitalverzinsung ermöglichen. Der VBEW betont, dass die trotz wachsenden Kostendrucks hohe Investitionsquote der Energiebranche das Wachstum der bayerischen Wirtschaft sichert. Eine sichere Stromversorgung sei das Rückrat unseres Wohlstands und dürfe nicht durch den fehlenden Mut zu politischen Entscheidungen gefährdet werden.