Wasserkraft bleibt wichtig

Bayern: Mehr Strom aus Biomasse und Sonne

Bayern hat im vergangenen Jahr die Erzeugung von Strom aus Sonne und Biomasse um 25 Prozent gesteigert, dazu wurden 16 000 Solar- und 120 Biomasseanlagen gebaut. Dennoch bleibt Wasserkraft der wichtigste erneuerbare Energieträger in Bayern, der Anteil an der gesamten Stromerzeugung beträgt 18 Prozent.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (red) - Mit dem Bau von fast 16 000 Photovoltaik- und 120 Biomasse-Anlagen konnte die Stromerzeugung aus Sonne und Biomasse in Bayern im Jahr 2004 um mehr als 25 Prozent gesteigert werden, meldet der Verband der bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Dennoch habe der Anteil der beiden Energieträger an der gesamten Stromerzeugung nur bei etwas mehr als einem Prozent gelegen, der Anteil der Wasserkraft liege mit knapp 18 Prozent nach wie vor hoch.

Ausgelöst worden sei der Biomasse- und Photovoltaik-Boom insbesondere durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), vermutet der VBEW. In Vergleich zum Vorgängergesetz sehe es wesentlich höhere Vergütungssätze für Sonne und Biomasse vor. Kritik am EEG übte der VBEW dabei am großen Verwaltungsaufwand und den dadurch entstehenden Kosten. Er forderte eine effektivere Gestaltung des Gesetzes. Zudem wünschen sich die bayrischen Stromanbieter von der Politik eine "offene und ehrliche" Kommunikation darüber, dass die Förderung der erneuerbaren Energien unausweichlich zu höheren Strompreisen führe.

Sorge bereitet dem VBEW derzeit die Wasserkraft als bedeutendster erneuerbarer Energieträger in Bayern. VBEW-Chef Deml ist besorgt: "Wird die von der EU initiierte Wasserrahmenrichtlinie in Bayern nicht mit Augenmaß umgesetzt, ist der wirtschaftliche Betrieb zahlreicher Wasserkraftwerke in Bayern gefährdet."