Vorsorge sei getroffen

Bayern: Klagen gegen atomare Zwischenlager abgewiesen

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Klagen von Anrainern gegen die Atommüll-Zwischenlager in Gundremmingen, Grafenrheinfeld und Niederaichbach abgewiesen. Nach Aufassung des Gerichts sind die getroffenen Vorsorgemaßnahmen ausreichend. Die Kläger kündigten Beschwerde an.

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München (ddp/sm) - Die Genehmigungsbehörde habe die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden ausreichend getroffen, so das Gericht heute in München. Auch der erforderliche Schutz gegen terroristische Störmaßnahmen und Flugzeugabstürze sei hinreichend gewährleistet. Die Kläger kündigten bereits im Vorfeld an, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einzulegen. Ihre Einwände gegen die Anlagen konzentrieren sich auf Sicherheitsfragen.

Bayern ist mit fünf Atomanlagen das Bundesland mit den meisten Reaktoren in Deutschland. Betrieben werden die drei Kernkraftwerke, für die jetzt von den Energiekonzernen RWE und E.ON Zwischenlager errichtet werden sollen. Ein endgültiges Ergebnis wird frühestens zum Ende des Jahres erwartet.