Forderung

Bayern: Herrmann für Ausbau regenerativer Energien

In der Diskussion um die Sicherung der Energieversorgung hat sich der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Joachim Herrmann, für den zunehmenden Einsatz regenerativer Energien ausgesprochen. Bund und Freistaat müssten unabhängiger von arabischen Ölimporten und russischem Erdgas werden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (ddp-bay) - Letztlich laufe Deutschland Gefahr, auch politisch erpressbar zu werden, sagte der CSU-Politiker gestern in München.

Bayern habe mit seinem Anteil an nachwachsenden Rohstoffen zwar bereits heute eine Vorreiterrolle. Herrmann betonte aber zugleich: "Je höher der Anteil an Anlagen für die Biogaserzeugung, je dichter die Infrastruktur an Holzpellet- und Solarenergieanlagen, desto größer die Unabhängigkeit."

Herrmann zufolge ist deshalb der vereinbarte Ausstieg aus der Kernenergie verantwortungslos. "Wir dürfen unsere Kernkraftwerke nicht aus ideologischen Gründen abschalten: Sie sind sicher, sie garantieren eine Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen und sie dienen dem Klimaschutz", sagte er. Ein kurz- und mittelfristiger Ersatz der Kernenergie durch regenerative Energien sei nicht möglich.

Der Fraktionschef kritisierte in diesem Zusammenhang auch die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vorangetriebene Suche nach einem Atommüll-Endlager. "Gorleben ist hinreichend entwickelt und als Endlager geeignet", sagte Herrmann. Er warf Gabriel vor, als niedersächsischer Politiker dem Druck der Endlager-Gegner vor Ort nicht gewachsen zu sei. "Gabriel drückt sich vor der Verantwortung, indem er einen vermeintlich besseren Standort in Aussicht stellt. Das werden wir ihm nicht durchgehen lassen", betonte der CSU-Fraktionschef.