Tendenzen

Bayern hat noch einen Atomstrom-Anteil von 52 Prozent

Obwohl die Tendenz rückläufig ist, stammt immer noch mehr als die Hälfte des in Bayern produzierten Stroms aus Atomkraft. Der Anteil regenerativer Energiequellen steigt stark. Unterdessen hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann in Frankreich auf die Abschaltung des umstrittenen Atommeilers Fessenheim gedrungen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart/Paris/München (dapd/red) - Kretschmann habe seine Sorge über die Sicherheit des AKWs ausgedrückt, erklärte ein Sprecher am Mittwoch. Dies sei zur Kenntnis genommen worden. Beim Thema Atomenergie sei man bei unterschiedlichen Meinungen geblieben. Die französische Regierung will Fessenheim zunächst zehn Jahre weiterlaufen lassen. Eine Expertengruppe mit französischen, deutschen und Schweizer Sachverständigen soll den Meiler kontrollieren.

Anteil der Atomenergie in Bayern bei 52 Prozent

Atomstrom ist vor allem in den südlichen Bundesländern noch bedeutsam. Im vergangenen Jahr wurden in Bayern 92 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt, 52 Prozent dieser Energie stammten aus Atomkraftwerken, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in München mitteilte. Allerdings sei die Tendenz rückläufig. Aus regenerativen Energiequellen seien 2010 bereits 26 Prozent (23,8 Millionen MWh) des erzeugten Stroms gekommen, hieß es weiter. Gegenüber 2009 entspreche dies einem Anstieg von mehr als 13 Prozent.