Auszeichnung

Bayern erhält Preis für Ökostrom-Ausbau

Bayern hat für seinen Ausbau der erneuerbaren Energien die Auszeichnung "Leitstern als Aufsteiger 2012" erhalten. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) nahm den von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) vergebenen Preis für die dynamischste Entwicklung am Donnerstag in Berlin entgegen, wie das Ministerium in München mitteilte.

Regenerative Energien© VRD / Fotolia.com

München/Berlin (dapd/red) - Bayern machte demnach beim Umbau der Energieversorgung in den vergangenen beiden Jahren die größten Fortschritte. Im Bundesvergleich liegt Brandenburg bei der Energiewende vorn, der Freistaat kletterte von Platz sieben auf Rang zwei.

Anteil liegt jetzt bei 29 Prozent

Der Anteil grüner Energie ist in Bayern von 2009 bis 2011 um sechs Prozentpunkte auf rund 29 Prozent gestiegen. Ende 2012 soll der Anteil nach Ministeriumsangaben bei 33 Prozent liegen und 2021 soll mindestens die Hälfte des Stroms von erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden. Der Leitstern wird alle zwei Jahre vergeben. Grundlage ist ein Länderranking, das auf einer von der AEE in Auftrag gegebenen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung basiert.

Netzausbau halte nicht genügend Schritt

Zeil kritisierte bei der Preisverleihung, dass der Netzausbau nicht mit dem Zubau der erneuerbaren Energien Schritt halte. Zudem gefährde der Strompreisanstieg die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Industrie. Er forderte eine tiefgreifende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), damit die Energiewende bezahlbar bleibe.

Die Grünen warnten vor einer Aufweichung des EEG. Dieses habe Investitionen in die erneuerbaren Energien überhaupt erst ermöglicht, sagte der energiepolitischer Sprecher der Fraktion, Ludwig Hartmann. Das sei kein Verdienst der Staatsregierung oder gar des Wirtschaftsministers.