Fußball-WM

Bayern bietet Südafrika Hilfe gegen Stromknappheit an

Bayern will Südafrika bei der Überwindung von Energieproblemen vor der Fußball-WM 2010 helfen. Staatskanzleichef Eberhard Sinner (CSU) kündigte nach einem Besuch in der bayerischen Partnerprovinz Western Cape an, dass Unternehmen aus dem Freistaat dort eine dezentrale Stromversorgung aufbauen sollen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - Bei seiner Reise erlebte Sinner selbst mehrmals Stromausfälle. Das sei dort "derzeit ein Riesenthema", sagte der Staatskanzleichef im ddp-Interview, "der zeitliche Druck durch die WM ist enorm."

Er vereinbarte mit den örtlichen Behörden einen Workshop mit bayerischen Firmen aus der Solar- und Windenenergiebranche. "Die Südafrikaner wollen zwar noch ein weiteres Atomkraftwerk bauen, aber bis zur WM kriegen die das nicht mehr hin", sagte Sinner. Deshalb laute die Lösung "dezentrale Energieversorgung". Für bayerische Unternehmen biete sich hier eine interessante Verdienstmöglichkeit. "Die Afrikaner werden dafür Geld ausgeben müssen. Die können gar nicht anders", sagte Sinner.