Ausgezeichnet

Bayerischer Energiepreis für BMW Group und Stadtwerke München

Bei einem Festakt in Nürnberg hat der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber gestern die BMW Group und die Stadtwerke München (SWM) für ihr innovatives und umweltschonendes Projekt Fernkälte mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (red) - Laut einer Pressemitteilung der SWM wird seit April 2004 wird das Grundwasser über eine rund viereinhalb Kilometer lange Leitung zum BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum im Münchner Norden transportiert. Dieses Wasser wird aus U-Bahn-Dükern der Linie U2 Feldmoching entnommen (als Düker wird ein unterirdisch angelegtes Rohrsystem bezeichnet, das als künstlicher Wasserleiter den Wasserfluss quer zur U-Bahn-Trasse sicherstellt). Durch die Nutzung der "Tiefenkälte" könne überwiegend auf den Einsatz von Kältemaschinen und damit auf einen Stromverbrauch von rund 8.000.000 Kilowattstunden pro Jahr verzichtet werden.

Herbert Höltschl, Konzernbeauftragter Umweltschutz der BMW Group, verwies darauf, dass nun jährlich Kohlendioxid-Emissionen von 5.000 Tonnen vermieden würden. Dies entspräche dem Verbrauch von 3.000 Münchner Haushalten. Neben der Fernkälte setze das Unternehmen schon seit Jahren auf Wärmerückgewinnungsanlagen und energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung.

Für die SWM war dieses Projekt Neuland. Stephan Schwarz, SWM Geschäftsführer Versorgung und Technik: "Jedoch folgen wir mit der Fernkälte konsequent unserer langjährigen Tradition, immer wieder aufs neue innovative Lösungen zu finden, um aus allen zur Verfügung stehenden Quellen die Nutzenergie möglichst umweltfreundlich zu gewinnen."

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