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Bayerische Elektrizitätswirtschaft Vorreiter beim Klimaschutz

Der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft nimmt eigenen Angaben zufolge seit Jahren eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ein. Seit 1976 wurden die Emissionen der bayrischen Kraftwerke von 580 Gramm pro Kilowattstunde auf jetzt 150 Gramm reduziert. Allerdings gäbe es Probleme, wird Deutschland wie geplant aus der Kernenergie ausstiegen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wenn der bayrische Umweltminister Schnappauf die Kohlendioxid-Emmissionen in Bayern weiter senken will, könne er sich insbesondere auf die bayrische Stromwirtschaft verlassen. Sie nehme seit Jahren dabei eine Vorreiterrolle ein, ist sich der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) sicher und brachte das jetzt auch deutlich zum Ausdruck.

Die durch Kraftwerke verursachten Emissionen in Bayern konnten von etwa 560 Gramm pro Kilowattstunde im Jahr 1976 auf derzeit etwa 150 Gramm reduziert werden. "Damit liegen wir weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 580 Gramm pro Kilowattstunde", argumentierte der Verband. Alle bayerischen Kraftwerke hätten im Jahr 2001 zusammen nahezu elf Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen, bundesweit läge die Zahl bei 270 Millionen Tonnen. Gemessen an den gesamten Kohlendioxid-Emissionen in Bayern verursachten die bayrischen Kraftwerke einen Emissionsanteil von etwa zwölf Prozent.

Hauptursache des Emissionsrückgangs war zudem der Bau von Kernkraftwerken in den 70er und 80er Jahren. Darüber hinaus konnte immer mehr Strom in Wasserkraftwerken erzeugt werden, der Anteil liegt heute bei etwa 16 Prozent. Ein weiterer Grund sind Effizienzsteigerungen bei den Kraftwerken.

Als problematisch für den Klimaschutz wertet der VBEW den geplanten Ausstieg aus der Kernkraft. "Die Kohlendioxid-Emissionen ohne Kernkraft weiter verringern zu wollen, gleicht einer Quadratur des Kreises", warnt der Verband. Um die Stromerzeugung eines großes Kernkraftwerks (1300 Megawatt) durch erneuerbare Energien zu ersetzen, müssten beispielsweise sieben Millionen kleine Photovoltaikanlagen (zwei Kilowatt) oder 5000 große Windkraftanlagen (ein Megawatt) gebaut werden. Außerdem müssten die Energieversorger für die Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, Ersatzkraftwerke vorhalten.