Emissionshandel

Bayerische Elektrizitätswirtschaft arbeitet emissionsarm

Obwohl in Bayern über 17 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet wird, haben bayrische Unternehmen nur knapp fünf Prozent der in Deutschland verteilten Kohlendioxid-Zertifikate erhalten. Das würde sich jedoch ändern, wenn Kernkraftwerke abgeschaltet werden.

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München (red) - Bayerische Unternehmen haben nur knapp fünf Prozent der in Deutschland verteilten Emissionsberechtigungen für den Handel mit Kohlendioxidzertifikaten erhalten, obwohl in Bayern über 17 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet werden, meldet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Dies liege neben der effizient arbeitenden Industrie vor allem an der zu 90 Prozent emissionsfreien Stromerzeugung in Bayern.

Erhebliche wirtschaftliche Belastungen für die Stromerzeugung in Bayern würden sich aus dem Emissionshandel allerdings dann ergeben, wenn emissionsfreie Kernkraftwerke durch fossile Kraftwerke ersetzt werden müssen. Der VBEW fordert deshalb eine ausgewogene Harmonisierung der umweltpolitisch motivierten Gesetze für den Emissionshandel, zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, um den Wettbewerb zwischen den Energieträgern zu stärken und die Belastung des Stromverbrauchers zu begrenzen.