Der Weg ist frei

Baustart für bundesweit erste Offshore-Windparks 2007 möglich

Der bundesweit erste Offshore-Windpark könnte ab kommendem Jahr vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gebaut werden. Landesbauministers Bauminister Otto Ebnet (SPD) gab am Montag auf der 5.Maritimen Konferenz in Hamburg bekannt, das jetzt entsprechende Baugenehmigungen vorlägen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg/Schwerin (ddp-nrd/sm) - Die Genehmigungen betreffen die Gebiete "Baltic I" vor dem Darß und "Kriegers Flak" nördlich von Rügen, so Ebnet weiter. Insgesamt sollen in beiden Windparks zusammen 101 Anlagen errichtet werden.

Gegenüber den bisher genehmigten Windparks in der Nordsee hätten die beiden Ostseeprojekte den Vorteil, dass die Energieeinspeisungspunkte mit Rostock und Lubmin bestätigt und die Verbindung über Seekabel gesichert seien, sagte Ebnet. Damit könnten die Anlagen schnell ans Netz. "Baltic I" sei zudem der bundesweit erste Offshore-Windpark, der einschließlich der Kabelleitungen genehmigt worden sei.

Derzeit sind in der Nord- und Ostsee insgesamt 31 Offshore-Windparkanlagen beantragt, 14 genehmigt und bisher zwei - jeweils eine Testanlage in Rostock und in Emden - realisiert.

Im Nordosten drehen sich jetzt schon fast 1200 Windenergieanlagen, die mit einer Einspeisung von rund 1200 Megawatt ins Netz ein Drittel des Strombedarfs im Land decken könnten. In der Windkraftindustrie des Landes sind nach Angaben Ebnets bereits 1500 Arbeitsplätze in 40 Unternehmen entstanden. Zu geplanten Neuansiedlungen zählten ein Großrohrwerk im Rostocker Hafen und eine zu einem Turbinenproduktion: Dadurch rechne das Land mit einer Verdopplung der Arbeitsplätze der Branche in den kommenden Jahren, sagte Ebnet.

Zuvor hatte der Energiekonzern E.ON den Bau eines Windparks westlich von der Nordsee-Insel Juist angekündigt.