Bauminister: Bauen soll billiger werden / Kritik von Städten und Gemeinden

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Der neue Verkehrs- und Bauminister Kurt Bodewig überraschte am Wochenende mit einer guten Nachricht für alle, die den Bau eines Einfamilienhauses planen. Der "Bild"-Zeitung sagte der Klimmt-Nachfolger, der Preis für solche Häuser solle auf durchschnittlich 300 000 DM sinken. Den Bau von etwa 100 000 neuen Häusern will er unter anderem durch die Senkung der Anschlussgebühren für Strom, Wasser und Abwasser um etwa 30 Prozent forcieren. Zudem will Bodewig einen Gebäude-Pass einführen, in dem alle Nebenkosten aufgeführt werden sollen.


Für seinen Vorstoß kassierte der Minister sogleich Kritik vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Der Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg erklärte im Saarländischen Rundfunk, dass nicht die Anschlusskosten für Strom, Wasser und Abwasser sondern die Baulandpreise das Problem seien. Er regte an, die Baulücken in den Städten zu schließen und kritisierte zudem die horrenden Rechnungen für Architekten.