Gegen neue Tagebaue

Bauernbund ruft zur Teilnahme an Volksbegehren auf

Der Bauernbund Brandenburg hat die Landbevölkerung zur Teilnahme am Volksbegehren gegen neue Braunkohletagebaue aufgerufen. Dorfbewohner sollten sich noch in diesem Jahr in den Meldeämtern in die Listen für das Volksbegehren einschreiben, sagte Vorstandsmitglied Christoph Schilka.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Guhrow (ddp-lbg/sm) - Damit solle Solidarität mit den von Abbaggerung bedrohten Dörfern Atterwasch, Kerkwitz und Grabko gezeigt werden.

"Die Tagebaupläne sind verantwortungslos, weil landwirtschaftliche Nutzfläche in Größenordnungen vernichtet wird", kritisierte der 55-jährige Landwirt, der in Guhrow einen Ackerbau- und Rinderbetrieb betreibt. Wenn ohnehin irgendwann auf Braunkohle verzichtet werden müsse, könne man auch gleich damit anfangen, ohne weitere Dörfer "in den Abgrund zu reißen".

Das Volksbegehren war am 10. Oktober gestartet worden. Hintergrund ist der Plan des Energiekonzerns Vattenfall, fünf neue Tagebaue in der Lausitz zu erschließen. Die Initiatoren des Volksbegehrens, zu denen die Linke, die Grünen und Umweltverbände gehören, sehen dafür keine Notwendigkeit. Sie verlangen, die Braunkohleverstromung nicht auf Jahrzehnte hinaus fortzusetzen und die Abbaggerung weiterer Dörfer zu verhindern. Für einen Erfolg müssen bis zum 9. Februar kommenden Jahres 80.000 Unterschriften zusammenkommen.