Netzausbau

Bauern wollen mehr Geld für Stromleitungen

Die niedersächsischen Landwirte fordern mehr Geld für den Bau von Stromleitungen auf ihren Feldern. Die aktuelle Entschädigungsregelung sei völlig unangemessen, sagte Werner Hilse, Präsident des Landvolks, am Montag in Hannover. Im Südwesten gibt es Ärger wegen der Aufstellung von Solaranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Stromnetzausbau Ökostrom© PhotographyByMK / Fotolia.com

Hannover/Halbs/Hergenroth (dapd/red) - Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hat sich klar gegen Solaranlagen ausgesprochen. Dieser Raum müsse dem Anbau vorbehalten bleiben, heißt es in einem am Montag in Halbs (Westerwaldkreis) veröffentlichten Positionspapier des Verbandes.

Windkraft solle Vorrang haben

Dieser fürchtet einen unverhältnismäßig hohen Flächenverbrauch durch die Errichtung frei stehender Photovoltaik-Anlagen. Dagegen stellten Windenergieanlagen die flächenschonendste Möglichkeit zur Erzeugung regenerativer Energien dar. Die Landesregierung hat das Ziel formuliert, Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien mit Strom zu versorgen.

Mehr Geld für Stromtrassen gefordert

Die Bauern könnten ihr Land nicht weiter für einen "Appel und ein Ei" hergeben, kritisierte Hilse in Hannover. Die Verhandlungen über einen Rahmenvertrag mit den Energieversorgern seien deshalb unterbrochen worden. Hintergrund: In Niedersachsen sollen zahlreiche Stromtrassen entstehen, um Offshore-Windkraftanlagen in das Energienetz einspeisen zu können.