Zu große Macht

Bauckhage fordert Zerschlagung der Konzerne auf dem Strommarkt

Der scheidende rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) fordert eine Zerschlagung der marktbestimmenden Konzerne auf dem Energiesektor in Deutschland: "Bei den Energiekosten sind wir in Deutschland sehr schlecht aufgestellt."

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - "Die Liberalisierung des Strommarktes hat nicht funktioniert", sagte Bauckhage der Nachrichtenagentur ddp in Mainz weiter.

Noch immer bestimmten vier große Konzerne den Markt im Bereich der Stromversorgung, kritisierte der Minister. "Wenn man Markt will, muss man auch Marktteilnehmer haben", betonte er. Die Bundesregierung hätte deshalb bei der Liberalisierung des Strommarktes die großen Konzerne zerschlagen müssen.

Bauckhage kündigte an, er werde auch von der Oppositionsbank aus die weitere Entwicklung der Energiepolitik in Rheinland-Pfalz im Auge behalten. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) will den Bereich vom Wirtschaftsministerium ins Umweltministerium verlagern.

Bauckhage betonte, er habe als Minister versucht, der Nutzung regenerativer Energien "den Weg zu bahnen". Gerade ein Land wie Rheinland-Pfalz müsse auf nachwachsende Rohstoffe setzen und seine Ressourcen wie die Wärme des Bodens mit den Geothermie-Verfahren sowie die Biomasse mit Holzhackschnitzeln nutzen. Er habe es aber immer für richtig gehalten, Energiepolitik als Standortpolitik für die Unternehmen zu betreiben, nun werde er beobachten wie die neue Regierung damit umgehe.